Mama, bitte lern deutsch - Tahsim Durgun ⭐⭐

 

Brutal, ehrlich, intim. 

Tahsim Durgun nimmt uns mit in eine Zeitreise. Es ist irgendwann Anfang der 2000er und wir

sitzen zusammen mit ihm, seinen drei Geschwistern und seinen Eltern in der Wohnung der

Familie in der Gerüstlandschaft in Oldenburg. Das Buch ist geprägt von den typischen Jack Wolfskin 

Almans, rassistischen Beamten und  der kurdischen Kultur mitten in der Gerüstlandschaft. 

Tahsim spricht so ehrlich, wie selten Jemand über seine Erfahrungen im Deutschförderunterricht, Schulbasaren oder den deutschen Ämtern. Obwohl ich selbst nicht die selben Erfahrungen 

gemacht habe, konnte ich den jungen Tahsim vor mir sehen. Ich kann ihn, meine Freunde und alle 

Anderen jetzt besser verstehen. Habe Antworten auf Fragen gefunden, die ich mich nie 

getraut habe zu fragen. Danke Tahsim. 

 

Meine liebsten Zitate aus dem Buch: 

 

"Manchmal, so denke ich heute, ist es egal, welche Sprache der Empfänger spricht, denn Schmerz folgt

keiner Grammatik, Schmerz sprechen wir alle." S. 64

-

"Es war so als hätte ich jedes Jahr versucht, Deutschland zu meinem Kindergeburtstag einzuladen, aber es

war nie gekommen - ohne Kommentar." S. 150

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Die schönste Version - Ruth Maria Thomas ⭐⭐

 

 

"Die schönste Version" ist leider viel zu relatable. 

Ruth Maria Thomas hat Erinnerungen in mir hochgeholt, die ich 

längst vergessen hatte. Der riesige Druck als Teenagerin den Jungs zu gefallen, 

die selbst viel zu selten duschen gingen und selbst erst ihre ersten Schamhaare bekamen. 

Ich will gar nicht wissen, wie viel Geld ich damals für die BRAVO  oder andere 

"Mädchenzeitschriften"  ausgegeben habe. Das Buch ist ehrlich und real - leider. 

Vielleicht habe ich mir etwas anderes erhofft. Das sie eher mit ihren Freundinnen

oder Jemand anderem spricht. Das ihr Vater mehr macht als passiver Zuschauer zu sein. 

Mehr Hoffnung, mehr Positivität und eine Triggerwarnung haben mir gefehlt. Denn ich hoffe, dass die 

nächste Generation an jungen Mädchen anders handeln wird. Sich eher Hilfe sucht, miteinander spricht

und sich vor allem für das Erlebte nicht schämt. Aber das ist vermutlich meine persönliche Empfindung.

 

Meine liebstes Zitat aus dem Buch: 

 

"Es hörte sich nach Unbeschwertheit und Urlaub an. Nach Gesprächen, die mit einem verschütteten Bier und Lachen begannen

und draußen, bei einer Kippe, intensiver wurden. Es roch nach Zitrone und Schweiß, nach Rauch, Stadt und 

klopfendem Herzen." S. 247

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Ein Zimmer für sich allein - Virginia Woolf ⭐⭐⭐⭐

 

 

Ich habe selten ein Buch mit einem so wunderschönen Schreibstil erlebt. Vor allem feministische

Bücher sind häufig von Zorn und Wut geprägt. In diesem Buch ist alles ein wenig anders. 

Woolf beschreibt diese Gefühle eher als ausbremsend und langweilig. Vielmehr beruft 

sich die Autorin auf die positiven Aspekte, auf das was wir schon geleistet haben. Sie 

sieht die Fortschritte der feministischen Bewegung, wodurch man beim lesen einen gewissen

Stolz empfindet. Und nicht wie bei der meisten feministischen Literatur kurz ein wenig Abstand

zum anderen Geschlecht sucht. Ich fühle mich gestärkt und mit allen Frauen (heutzutage und 

aus der Vergangenheit) stark verbunden. 

Dieses Buch sollte wirklich jede*r mal gelesen haben! 

 

Meine liebsten Zitate aus dem Buch: 

 

"Und so wurde nach und nach in der Mitte der Wirbelsäule, dort, wo die Seele wohnt, nicht das harte, kleine elektrische Licht

entzündet, das wir als Scharfsinn bezeichnen, wenn es zwischen unseren Lippen auftaucht, sondern das tiefere, subtile und

untergründige Glühen der satten gelben Flamme vernünftigen Austauschs." S. 16

 

"Denn Meisterwerke sind keine einzelnen und einsamen Geburten; sie sind das Ergebnis vieler Jahre gemeinsamen Denkens,

des Denkens des gesamten Volkes, sodass die Erfahrung der Masse hinter der einzelnen Stimme steht." S. 93

 

"... es gibt kein Tor, kein Schloss und keinen Riegel, die ihr vor die Freiheit des Geistes setzen könnt." S. 108

 

"Es wäre jammerschade, wenn Frauen schreiben würden wie Männer oder leben würden wie Männer oder wie Männer aussehen würden, 

denn wenn angesichts der Weite und Vielfalt der Welt zwei Geschlechter schon ziemlich unzureichend sind, wie sollten wir dann 

mit nur einem auskommen?" S. 125

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Animal Farm - George Orwell ⭐⭐

 

Ich wünschte, ich würde zu denjenigen gehören, die ständig Klassiker oder "gehobenere Literatur" lesen 

(was auch immer das bedeuten mag). Aber ich greife nur selten zu einem Buch, das ich in diese

Kategorie einordnen würde. Animal Farm ist aber eben ein Buch, was man auf jeden Fall zu den Klassikern 

in der Literaturwelt zählen kann. Obwohl das Buch in den 1940er Jahren geschrieben wurde, ist es 

heute nicht weniger aktuell als zum Erscheinungszeitpunkt. 

Gerade jetzt scheint es so, als ob wir nicht aus unseren Fehlern lernen und "denen da oben" einfach so 

glauben schenken. Nur selten denken wir aktiv über die Regeln und Strukturen nach, die uns von der

Politik vorgeschrieben werden. Das Buch behandelt genau diese Thematik. Es hat mich zum nachdenken

gebracht und mit einem mulmigen Gefühl zurückgelassen. Denn es ist viel mehr als nur eine kleine Tiergeschichte. Vielleicht sollten die Schüler*innen mal solche Bücher und nicht mehr ständig Faust lesen...

 

Mein liebstes Zitat aus dem Buch: 

 

"All animals are equal but some animals are more equal than others." p. 90

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Ein französischer Sommer - Francesca Reece ⭐⭐⭐⭐⭐

 

Francesca Reece hat es geschafft mit ihren Worten einen wahren französischen Charme

zu zaubern. Oft hatte ich das Gefühl, ich würde mit der verkorksten Familie an einem Tisch

zu sitzen und die Sonne auf meiner Haut spüren. Obwohl mich Michaels Kapitel oft mit 

Unbehagen zurückließen, fand ich auch seine (sehr verzehrte) Sicht auf die Dinge spannend.

Durch die Atmosphäre erinnert mich das Buch an eine Mischung aus "Call me by your name" und 

"Saltburn". Absolute Leseempfehlung!

 

Mein liebstes Zitat aus dem Buch: 

 

"Aus der silbernen Mokkakanne goss ich mir den dicken schwarzen Kaffee ein. Er war

süßlich und bitter und mit Kaffeesatz. Es schmeckte wie das Mittelmeer." S. 160

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Auerhaus - Bov Bjerg ⭐⭐⭐

 

Wer Tschick mochte, ist hier genau richtig. Das (trostlose) Leben der Teenager wird lebendig

dargestellt, trotzdem stehen schwierige Themen wie Depression, Selbstmord, Liebeskummer und 

Zukunftsängste im Zentrum des Buches. Eine graue Wolkendecke, die nur selten einige

Sonnenstrahlen durchlässt, liegt über der gesamten Geschichte. 

(Glücklicherweise) können sich vermutlich nur wenige Leser*innen mit den Figuren identifizieren, 

wodurch immer eine gewisse Distanz zu der Geschichte bleibt. 

Leider ist es vermutlich kein Buch, was mir noch lange im Kopf bleiben wird. Vermutlich reicht es hier den Film

gesehen zu haben. 

 

Mein liebstes Zitat aus dem Buch: 

 

"Ihr sucht doch ständig nach dem Sinn. Hier, Suchscheinwerfer. Könnt ihr überall suchen damit." S. 119

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Sunburn - Chloe Michelle Howarth ⭐⭐⭐⭐⭐

 

Ich wünschte, meine Jugendliebe wäre auch so intensiv gewesen wie die von Lucy und Susannah. 

Die Sprache von Chloe Michelle Howarth hat mich wirklich total abgeholt und bewegt. Ich habe alle Höhen

und Tiefen der jungen Liebe miterlebt. Jemanden so zu lieben, wie die zwei es tun ist Segen und 

Fluch zugleich. ich habe jede Seite des Buchs geliebt und gespannt auf ein Happy End gehofft. Es hat mich 

mit einem warmen, wohligen Gefühl zurückgelassen und schenkt Hoffnung auf die Liebe.

Meine Erwartungen wurden wirklich übertroffen und ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen!

 

Meine liebsten Zitate aus dem Buch: 

 

"... forever is only the length of the faintest new heartbeat with her; it is always a surprise when the end 

comes." p. 84

-

"I am in love with her blood, with her smell, with intangable things that I will never hold - her laugh, 

her anger, her soul." p. 204

-

"To be with her is a sin, to be wihtout her is a tragedy." p. 221

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Strafe - Ferdinand von Schirach ⭐⭐⭐⭐

 

Ferdinand von Schirach hat es zum Glück mal wieder geschafft mich aus einer 

Leseflaute zu retten. Die kurzen Geschichten rund um das Thema Strafe haben mich absolut

abgeholt und teilweise sprachlos zurückgelassen. Ich kann die Bücher von ihm nicht oft genug empfehlen. 

Besonders die Geschichte "Der Taucher"  ist mir im Gedächtnis geblieben. 

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Nowhere Heartland - Emily Marie Lara ⭐⭐

 

Die Geschichte von Rosa hat super stark gestartet und auch der Schreibstil der Autorin hat 

mir zu Beginn super gut gefallen. Leider hat mich die Melancholie, die wie eine dunkle Wolke über dem

gesamten Buch schwebt, super genervt. Rosa hat sich meiner Meinung nach überhaupt nicht

charakterlich weiterentwickelt. Sie hat sich vielmehr immer und immer wieder im Kreis gedreht. 

Manchmal wollte ich sie am liebsten nehmen und schütteln, damit sie endlich in der Realität ankommt. 

Falls die Autorin das bezwecken wollte, hat sie es geschafft. Leider konnte ich so nur wenig Empathie 

für Rosa empfinden und war froh, als es endlich zu Ende war. 

 

Mein liebstes Zitat aus dem Buch: 

 

"Zeit ist das Allerwertvollste, wenn sie kurz ist, und nutzlos leer, wenn man zu viel davon hat,..." S. 166

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Der Club - Dabeisein ist tödlich - Ellery LLoyd⭐⭐

 

Die Geschichte hätte wirklich super spannend sein können. Leider waren hier

viel zu viele unterschiedliche Perspektiven, die mich beim Lesen nur durcheinander

gebracht haben. Bis zum Schluss war ich mir noch unsicher, wer welche Rolle gespielt hat

und auch die Auflösung der Story war nur wenig spannend. 

 

Mein liebstes Zitat aus dem Buch: 

 

"Schon komisch, wie wir durchs Leben gehen, oder? Dass wir die Version von uns, die 

wir der Welt präsentieren, kuratieren; dass wir ständig korrigieren, was wir unseren Freunden, 

unserer Familie von uns zeigen. Vielleicht sogar uns selbst. Im Grunde vielleicht vor allem 

uns selbst." S. 169

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Als Großmutter im Regen tanzte - Trude Teige 

 

Lange hat mich eine Geschichte nicht mehr so emotional gepackt,

wie die Geschichte von Junis Großmutter Tekla. 

Obwohl ich mich schon viel mit dem Thema des 2. Weltkrieg auseinandergesetzt

habe, wurden hier ganz neue Perspektiven aufgezeigt. 

Die Geschichte der "Deutschenmädchen" war für mich vollkommen neu und wieder einmal

war ich schockiert zu lesen, zu was Menschen fähig sind. 

Teige schafft es in ihrer wunderbaren Sprache, selbst die schrecklichsten Dinge 

nahbar und realistisch zu beschreiben. 

Es ist ein wichtiges Buch, das jede*r mal gelesen haben sollte. 

 

Mein liebstes Zitat aus dem Buch: 

 

"... nur wer nicht in den Gedanken anderer Menschen ist, ist wirklich verschwunden." S. 263

 

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My Year of Rest and Relaxation - Ottessa Moshfegh 

 

Ich weiß, in dem Buch geht es viel ums schlafen. Aber das muss doch nicht 

heißen, dass ich dabei auch fast die ganze Zeit einschlafe! Ja, ich habe 

verstanden, das sie sich den ganzen Tag mit Medikamenten zudröhnt, um so viel wie möglich 

zu schlafen. Warum sie das Ganze allerdings tut und was genau ihr Problem

im Leben ist, habe ich bis zum Schluss allerdings nicht verstanden.

Das spannendste an der ganzen Story wäre das Kunstprojekt gewesen. Das wird dann aber 

auf ein paar lächerlichen Seiten runtergebrochen, während ich mich vorher durch hunderte 

Seiten gähnender Langeweile quälen musste? Das ist eins dieser Bücher, bei dem ich 

ehrlicherweise den Hype überhaupt nicht verstehe. Vielleicht halten einige Leser*innen 

sich danach besonders intellektuell oder gebildet. Ich allerdings wünsche mir nur 

die Stunden zurück, die ich mit diesem Buch verbracht habe. 

 

Meine liebsten Zitate aus dem Buch: 

 

"Soon we'll be old and ugly. Life is short, you know? Die young and leave a beautiful corpse." p. 78

-

"I was growing less and less attached to life. If I kept going, I thought, I'd disappear completely, then reappear

in some new form. This was my hope. This was my dream." p. 84

-

"In the distance, people were living lives, having fun, learning, making money, fighting and walking around

and falling in and out of love. People were being born, growing up, dropping dead." p. 102

-

We're all asleep, brainwashed by a system that doesn't give a shit about who we really are." p. 272

-

"There she is, a human being, diving into the unknown, and she is wide awake." p. 289

 

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Yellowface - Rebecca F. Kuang 

 

Das Buch handelt von dem endlosen Streben nach Erfolg, von Freundschaft und Gier.

Themen wie Rassismus und Feminismus treten immer wieder auf. Kuang schafft es,

das man die Gedanken der Protagonistin gut nachvollziehen kann,

allerdings immer mit einem gewissen Abstand.  

Es ist super angenehm zu lesen und vor allem interessant für diejenige*n, 

die ihre Zukunft selbst in der Verlagswelt oder als Autor*in sehen.

 

Meine liebsten Zitate aus dem Buch: 

 

"But Twitter is real life; it's realer than real life. [...] Online, you can tell 

Stephen King to go fuck himself." p. 153

-

"Writing is the closest thing we have to real magic. Writing is creating something out of nothing, 

is opening doors to other lands. Writing gives you power to shape your own world when the real

one hurts too much." p. 225

-

"What more can we want as writers than such immorality? Don't ghosts just want to be remembered?" p. 268

-

"The truth is fluid." p. 317

 

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Schuld - Ferdinand von Schirach 

 

Schon der erste Fall war nichts für schwache Nerven, aber von Schirach hat

es wieder geschafft mich mit seinen Worten zu fesseln. Ich mochte fast alle Kapitel

und das Thema Schuld wurde kritisch und doch leicht verständlich hinterfragt.

Jeder Fall wurde von dem typisch juristischen "es kommt drauf an" begleitet. 

Das Buch ist keine leichte Kost aber hat mich absolut abgeholt und aus

einer kleinen Leseflaute geholt. Seine Bücher bleiben einfach eine absolute Leseempfehlung!

 

Meine liebsten Zitate aus dem Buch: 

 

"Alles strahlte hier vor Würde und Rechtschaffenheit." S. 15

-

"Wir waren erwachsen geworden, und als wir ausstiegen, wussten wir, 

dass die Dinge nie wieder einfach sein würden." S. 18

-

"Niemand entschied selbst, wer er war, die anderen richteten, 

und fast immer war das Urteil endgültig." S. 33

 

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Bunny - Mona Awad 

 

WTF? Was war das denn? 

Ich habe selten ein Buch gelesen, bei dem am Ende noch so viele Fragezeichen in meinem 

Kopf waren. Was war Realität und was Fantasie? Gab es Ava wirklich oder nur in 

Samanthas Kopf? 

Bunny ist eins dieser Bücher, über das ich wohl noch lange nachdenken werde. 

Obwohl ich nie wirklich eine Beziehung zu der Protagonistin aufbauen konnte, 

hat mich der Schreibstil immer wieder abgeholt. Er passt perfekt zu der 

plüschig düsteren Welt der Warren University. 

Bunny ist so als würden Sex and the City und Barbie auf LSD hängen bleiben.  

 

Meine liebsten Zitate aus dem Buch: 

 

"Being with you," he says to Ava, "is like literature. I have no idea where you'll

lead me next. But I'm excited." p. 206

-

"we were already running away again, me and my imagination." p. 247

 

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Intermezzo - Sally Rooney 

 

Intermezzo war mein erstes Sally Rooney Buch - und wird wahrscheinlich auch 

mein letztes bleiben. Durch TikTok  habe ich irgendwie mehr erwartet.

Die Geschichte an sich hätte auf jeden Fall potential. Zwei Brüder, die wahrscheinlich 

unterschiedlicher nicht sein könnten, versuchen mit dem Verlust des Vaters 

umzugehen. Allerdings waren die Kapitel aus Peters Sicht ein einziger Krampf. 

Natürlich wurde dadurch sein Charakter verdeutlicht, aber an Sympathie hat er auf jeden Fall nicht

gewonnen. Warum das Buch also so gehyped wurde, ist mir

ehrlich gesagt ein Rätsel. Würde ich es wieder lesen oder empfehlen? Nein. 

War es aber mal ein Versuch eines anderen Schreibstils? Ja. 

Wenn man aber nach den ersten 100 Seiten nicht reingekommen ist, ist das

für mich immer kein wirklich positives Zeichen. 

 

 

Meine liebsten Zitate aus dem Buch: 

 

"It's easy to do things you're good at, that's not courageous." p. 117

"I don't want you to be greatful, he says. I just want you to be happy." p. 166

" A small experience, small enough to hold in the hand, to touch and smooth later in a pocket." p. 212

 

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Kaffee und Zigaretten - Ferdinand von Schirach  

 

Ich habe mir mehr erhofft und fand einige Passagen doch relativ random. Und dann war ich 

trotzdem traurig/ überrascht, als es so plötzlich zu Ende war. Einige beschreiben das Buch als 

sehr intim, ich konnte den tieferen Sinn dahinter allerdings nicht ganz verstehen. Trotzdem haben 

mir die kurzen Kapitel, wie immer, sehr gut gefallen - dadurch hat man immer ein kleines Erfolgserlebnis

beim lesen. Letztendlich ist es in meinen Augen eher ein schwächeres Buch von Schirach, vor allem

wenn ich es mit Nachmittage vergleiche. 

 

Meine liebsten Zitate aus dem Buch: 

 

"Ich glaube, ich habe alle meine Augenblicke schon erlebt. Es ist fertig, und ich bin noch da." S. 37

 -

"aber ich träume noch immer von dieser Stadt, von ihren Gerüchen und Farben, von den Freunden, von

der Zeit, als wir glaubten, dass uns alles gelingen würde, weil die Wirklichkeit noch keine Macht

über uns hatte." S. 43

 -

"Heimat ist kein Ort, es sind unsere Erinnerungen." S. 62

 -

"Die Würde ist aber kein Teil des Menschen wie ein Arm oder ein Bein. Sie ist nur eine Idee, sie ist 

zerbrechlich und wir müssen sie schützen." S. 76

 

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