In der Schule scheint es, als habe man hunderte Freunde. An jeder Ecke trifft man jemanden, den man kurz grüßt oder einfach zunickt. Doch ist die Schule mal zu Ende, bleiben häufig auch die meisten Freundschaften auf der Strecke. Man sieht sich einfach nicht mehr regelmäßig. Der Gesprächsstoff bleibt aus; kein Lehrer mehr über den man sich aufregt und auch keine Präsentation mehr vorzubereiten.
Ich gebe zu, anfangs ist das ziemlich hart. Zu bemerken, wie immer mehr von deinen „Freunden“ aus deinem Leben verschwinden. Trotzdem freut man sich, wenn man sich zufällig begegnet und verabredet sich auf einen Kaffee... irgendwann mal. Aber bleiben wir realistisch…
Nach der Schule bleibt einfach keine Zeit alle Freundschaften aufrecht zu erhalten. Dank der sozialen Medien sieht man alle paar Monate mal was bei den alten Sitznachbarn los ist. Und vielleicht hinterlässt man sogar einen Kommentar bei dem Beitrag. Aber das war es dann auch schon.
Jemand hat mal gesagt: „Jetzt muss man sich richtig anstrengen seine Freundschaften aufrecht zu erhalten.“ Dem ganzen kann ich zu 100% zustimmen.
Trotzdem fällt mir auf, das selbst einige der Freundschaften, an denen wir so sehr festhalten wollen, einfach nicht gemacht sind für die Ewigkeit. Irgendwann ist es bloß noch anstrengend, man muss regelrecht nach Gemeinsamkeiten suchen, sie erzwingen. Aber man hat doch schon so viel gemeinsam erlebt, soll man das Ganze einfach wegschmeißen?
Wegschmeißen keinesfalls aber vielleicht loslassen. Ich weiß das ist schwer und es tut weh. Aber irgendwann hört es auf weh zutun und vielleicht kann man sich in 10 Jahren auf einen Kaffee treffen und alles ist wie früher. Man erinnert sich an die alten, guten Zeiten. Aber man erinnert sich nicht an das Ganze danach, das Schweigen, den Schmerz.
Schade nur, dass man das Ganze während der Schulzeit noch nicht wusste…

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