Die Bücherreihe After von Anna Todd wurde in den letzten Jahren bis ins unendliche gelobt. Manche meinten es sei besser als 50 Shades of Grey, andere sagten sie konnten es einfach nicht aus der Hand legen.
Das hier habe ich über die Buchreihe, speziell den zweiten Teil, zu sagen:
Erstmal ist dieses Buch mehr als 700 Seiten lang, obwohl meiner Meinung nach nicht wirklich viel passiert. Sie streiten und versöhnen sich, er trinkt, sie trinkt, er geht fremd und dann sie auch. Das ist meiner Meinung nach die gesamte Zusammenfassung für dieses Monstrum. Anscheinend stehe ich mit dieser Meinung jedoch alleine da. Aber bitte liebe Frauen, sagt mir was ihr an diesem Buch besonders toll fandet. Die Tatsache dass ein junger Mann eine Frau wie ein Stück Dreck behandelt, aber sie trotzdem immer wieder zu ihm zurück kommt? Oder liegt es doch daran, das Tessa mal gezeigt wird wie man „richtig“ bumst?
Ich muss sagen, ich habe den ersten Teil geliebt, alles war aufregend und neu. Zu meiner Verteidigung – erst zum Schluss kam heraus dass er wirklich alles nur gespielt hat. Die Geschichte nahm erst im zweiten Teil seine wahre Gestalt an.
Aber jetzt, nun ja. Wir alle wissen die Beziehung begann mit einer Lüge und ich denke im wahren Leben würden wir unserer Freundin, Schwester oder wem auch immer, davon abraten mit so einem Mann zusammen zu bleiben. Bloß in dieser fiktiven Geschichte ist es dann wieder in Ordnung, dass ein Mann seine Partnerin so behandelt. Schließlich hatte Hardin eine schwere Kindheit. Es ist wahr, ich sehe eine Menge Parallelen zwischen dieser Geschichte und 50 Shades of Grey, jedoch ist auch diese Geschichte nicht mein Geschmack.
Natürlich ist mir klar, das man auch Bücher lesen kann ohne diesen zu 100% zuzustimmen. Trotzdem sollte dieses Buch mit Bedacht gelesen und diskutiert werden. Schließlich wird die Protagonistin schwach dargestellt, was meiner Meinung nach nicht das Bild einer Frau sein sollte mit dem junge Mädchen konfrontiert werden.
Für mich steht fest, dieses Buch zeigt vor allem jungen Mädchen vollkommen falsche Werte auf. Sicherlich ist es ein erotisches Buch keine Frage und auch der Schreibstil von Anna Todd gefällt mir sehr, jedoch stellt sich mir immer wieder diese eine Frage: Wie kann eine Frau, einen so brutalen, jungen Mann als Helden in einer Geschichte darstellen?

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