Es ist schwer allein zu sein. Vor allem abends holt mich der Schmerz wieder ein. Ich weine, ohne zu wissen ob ich je aufhören kann. Irgendwann schlafe ich ein und träume von ihm. Von uns. Ich träume so klar und so real, das ich morgens den Schmerz kurz vergessen kann. Bis ich die kalte, leere andere Seite in meinem Bett bemerke. Schon bin ich wieder in meinem Alptraum angekommen. In meinem Leben ohne ihn. Einem Leben, was ich eigentlich immer wollte, vor ihm. Er hat mir die Angst genommen älter zu werden. Die Angst vor einer wirklichen Bindung. Die Angst mich vollkommen auf jemanden einzulassen und schließlich doch allein gelassen zu werden. Wie kann ich je wieder so sehr lieben? Wie soll ich den Schmerz überwinden? Wie kann ich ihm das alles bloß verzeihen? Wie kann ich mir die Fehler verzeihen? Wie soll ich jetzt weiterleben?
Alles erscheint sinnlos.

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